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Zerstörung von Krebszellen unter Erhalt der Prostata

 

Prostatakrebs bzw. das Prostatakarzinom ist mit Abstand der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Bei nahezu jedem zweiten Mann lässt er sich mit steigendem Lebensalter nachweisen. Je eher die Diagnose erfolgt, desto höher ist die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung.

Diagnostik und Früherkennung bei Prostatakarzinom beruhen im Regelfall auf der Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA), der rektal-digitalen Untersuchung und im Verdachtsfall auf der systematischen Ultraschall-gesteuerten Biopsie. Eine multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) der Prostata erhöht die diagnostische Sicherheit und sollte grundsätzlich vor der Biopsie durchgeführt werden. Diese kann dann gezielt am MR-Befund ausgerichtet werden und erzielt die besten Ergebnisse im Nachweis eines Prostatakarzinoms.

Beim nichtmetastasierten, lokal begrenzten Prostatakarzinom wird eine zeitnahe lokale Therapie mit kurativer Intention oder aber eine aktive Überwachung (Active Surveillance) des Tumors empfohlen. Für die lokale Therapie bietet sich die thermische Ablation des Prostatakarzinoms mit hoch-fokussierten Ultraschallwellen (HIFU) an. Wird die HIFU-Behandlung als MR-gesteuerte hoch-fokussierte Ultraschallwellentherapie (MRgFUS) durchgeführt, kann höchstmögliche Sicherheit bei gleichzeitig maximaler Behandlungspräzision erreicht werden.

 

MRgFUS von Prostatakarzinomen

 

Die Betreuung des Patienten erfolgt durch ein eingespieltes Team von Anästhesisten, Radiologen und Urologen. Die Behandlung im MRT wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert zwei bis drei Stunden. Ein Blasenkatheter stellt sicher, dass sich die Blase während des Eingriffs leeren kann. Die Ultraschallsonde wird vor der Behandlung endorektal eingebracht. Die fokussierten Ultraschallwellen dringen hierüber in die Prostata ein, ohne umgebende Strukturen zu belasten oder zu verletzen. Während der Tumor durch die Ultraschallwellen verkocht wird, wird die genaue Hitzeverteilung im Tumor selbst, aber auch im umgebenden Gewebe mit Hilfe des MRT dargestellt. Hierdurch wird höchstmögliche Präzision unter größtmöglicher Schonung gesunden Gewebes erreicht. Der behandelnde Arzt plant dabei rund um das Karzinom einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein.

Nach Abschluss der Hitzebehandlung wird ein MRT mit Kontrastmittel durchgeführt. Dadurch wird noch während der Behandlung erkannt, ob der Tumor vollständig zerstört wurde. Sollten noch Teile des Tumors sichtbar sein, wird sofort nachbehandelt. Es verbleibt ist eine umschriebene Gewebenekrose, die mit der Zeit vernarbt. Die Prostata selbst wird erhalten, ebenso werden wichtige Strukturen im Randbereich (neurovaskuläres Bündel) und im Zentrum (Harnröhre) der Prostata geschont.
Die Behandlung erfolgt unter kurzstationären Bedingungen und wird von den Patienten gut toleriert. Nach einer Genesungszeit von ein bis zwei Tagen kann der Patient im Normalfall bereits nach Hause entlassen werden.

Unser Team begleitet Sie auch nach der Therapie weiter und unterhält einen engen Austausch mit Ihrem Hausarzt und dem weiterbehandelnden Urologen.

 

Beispiel eines erfolgreich mit MRgFUS behandelten Prostatakarzinoms

 

 

Anwendungsgebiete

  • Prostatakarzinome im frühen Tumorstadium (Gleason 6 und 7, nicht metastasiert)

Vorteile der Therapie

  • Die Zerstörung des Karzinoms erfolgt präzise und mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zu gesundem Gewebe.
  • Die Prostata, das neurovaskuläre Bündel und die Harnröhre werden nicht geschädigt. Dadurch bleiben die Kontinenz und die sexuelle Funktion in der Regel erhalten.
  • Kein Risiko einer Tumorzellverschleppung, da die Therapie nicht-invasiv ist, d.h. ohne Skalpell, Nadel oder Katheter erfolgt.
  • Es ist nur eine Therapiesitzung nötig.
  • Nach einer Genesungszeit von ein bis zwei Tagen kann der Patient im Normalfall bereits nach Hause entlassen werden.

wir bieten MRgFUS Therapie an unserem standort

Radiologie im Triamedis Ärztehaus

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